Wien: Kurioses aus Österreichs Hauptstadt

Wenn du an Wien denkst, assoziierst du vielleicht sofort mit einem aus Kalbfleisch zubereiteten Schnitzel. Das klingt zwar sehr schmackhaft, aber nicht gerade aufregend. Grund genug, um uns einmal genauer mit der österreichischen Bundeshauptstadt zu befassen. Überraschenderweise gibt es ziemlich skurrile Fakten über Wien zu berichten, welche wir dir natürlich nicht vorenthalten wollen.

Die tierische Kaiserin mit makellosem Teint

Richtig skurril wird es mit der Angewohnheit der Kaiserin Elisabeth, welche vielen besser als Kaiserin Sissi bekannt sein dürfte. Offenbar legte die Kaiserin sehr viel Wert auf das Erscheinungsbild ihrer Haut, weshalb sie dieses jeden Abend pflegte. Klingt erstmal nicht weiter dramatisch: Zumindest nicht, wenn es sich um eine Nachtcreme oder um eine selbstgemachte Creme nach Hausrezept gehandelt hätte. Doch Kaiserin Elisabeth bevorzugte offensichtlich tierische Proteine, da sie sich jede Nacht gepresstes Rindfleisch als Schönheitskur auf ihr Gesicht legte. Ebenfalls interessant: Die Kaiserin brachte überschaubare 45 Kilo auf die Waage und verzauberte ihre Fans mit einem Taillenumfang von nur 46 Zentimetern.

Interessante Zahlen für Naschkatzen

Auch ein Blick auf die Statistiken von Wien lässt staunen: An einem Tag, also in 24 Stunden werden in der Stadt durchschnittlich 21 Ehen geschlossen, wobei in derselben Zeit 46 Ehen geschieden werden. Mit 167.000 Fahrgästen pro Tag befördern die öffentlichen Verkehrsmittel erstaunliche viele Personen, womit Wien sehr interessante Rush-Hours zu bieten haben dürfte. Vermutlich wird die Stadt auch auf ihre berühmten Waffeln, die ursprüngliche „Neapolitaner Schnitte No. 239“ reduziert werden. Die heute unter dem Namen Manner Schnitte bekannte Leckerei trifft international auf zahlreiche Fans, weshalb pro Sekunde zwei Packungen Waffeln gegessen werden. Weltweit, versteht sich.

Wenn sich eine Stadt nicht auf den Straßennamen einigen kann

Wenn du schon mal auf der „Mahü“ geschlendert bist, dann hast du dir vermutlich keine Gedanken darüber gemacht, ob die Straße schon einmal umbenannt wurde. Die Abkürzung steht für Mariahilfer Straße und hieß nicht immer so. Anscheinend konnte sie sich mit keinem ihrer Namen identifizieren, weshalb dieser mehr als nur einmal geändert wurde:

  • Bayerische Landstraße
  • Laimgrubner Hauptstraße
  • Kremser Straße
  • Fünfhauser Hauptstraße
  • Schönbrunner Linienstraße
  • Mariahilfer Hauptstraße
  • Mariahilfer Grund Straße
  • Schönbrunner Straße
  • Penzinger Straße
  • Penzinger Poststraße und so weiter und so fort.

Die langjährigen Bewohner dürften sich einig sein: Ein Rabatt auf mögliche Gebühren für Ausweisänderungen scheint mehr als angemessen zu sein. Apropos Straßen: Wusstest du, dass in Wien bis zum Jahr 1938 der Linksverkehr praktiziert wurde? Erst danach wurde umgestellt. Heute ist das Wiener Straßennetz auf etwa 2.763 Kilometer verteilt und wird durch 1.280 Ampelanlagen geregelt.

Was hat Österreich mit Zahnpasta zu tun?

Du hast dich schon mal beim Zähneputzen gefragt, wer eigentlich die Zahnpasta in der Tube erfunden hat? Dann hast du mit Wien natürlich goldrichtig gelegen. In Liesing ist ein Unternehmen mit dem etwas morbiden Namen „Sarg’s Sohn & Co“ ansässig. Die Firma produzierte erstmalig die Zahnpasta in der Tube. Und dies bereits im Jahr 1887, worauf hin diese fortlaufend am Markt vertrieben wurde. Damals noch unter dem klangvollen Namen „Kolodent“. Der morgendlichen und abendlichen Bequemlichkeit im Rahmen der Zahnpflege haben wir also den Wienern zu verdanken. Wer hätte das gedacht.